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Bikefitting im Radlabor

Wer kennt das nicht? Man sitzt auf dem Fahrrad, genießt eine schöne Ausfahrt, aber irgendwann schlafen die Hände ein. Und der Nacken fängt an zu zwicken. Das Knie tut sowieso schon weh. Ganz zu schweigen vom Gesäß. Falsches Rad? Nein: Zeit für ein Bike Fitting.

Bike Fitting bedeutet zunächst einmal das Anpassen des Fahrrads an den Körper der Fahrerin bzw. des Fahrers. Dabei geht es um weit mehr als die richtige Sattelhöhe, den richtigen Vorbau oder den passenden Lenker. Beim Bike Fitting geht es darum, das Fahrrad möglichst exakt und individuell auf die körperlichen Voraussetzungen und den Körperbau seines Fahrers anzupassen. Wie lang sind die Beine und meine Arme? Der Oberkörper? Welche Sattelbreite ist für mich ideal? Wie ist meine individuelle Sitzposition auf dem Sattel? All diese Faktoren zusammengenommen – und noch einige mehr – führen zu unterschiedlichen Anforderungen an das Bike, die mit unterschiedlichen Einstellungen, Umbaumaßnahmen und Komponenten erfüllt werden können. Dabei macht Bike Fitting nicht nur für Wettkampf- oder Profisportler Sinn, die jede freie Minute auf ihrer Maschine sitzen und ihre Leistung optimieren wollen. Das Anpassen des Rades an den Körper des Fahrers empfiehlt sich für jeden, der gerne radelt, egal ob Einsteiger, Pendler, Gelegenheitsfahrer, Fortgeschrittener oder Ultra. Und ist für jede Art von Rad möglich – Rennrad, Triathlon- oder Zeitfahr-Räder, Mountainbikes, Trekking- oder Citybikes und jegliche Arten von E-Bikes. Niemand muss eine Tour de France Etappe in den Beinen haben, um mit seinem Fahrrad zum Bike Fitting zu gehen. Die Frage der richtigen Sitzposition auf dem Bike wird von vielen Radfahrern unterschätzt. Viele Radfahrer denken erst dann über ihre Sitzposition nach, wenn sie Probleme haben. Dann tut der Rücken weh, der Nacken, die Knie schmerzen oder die Hände schlafen ein. Und das muss nicht sein.

©Kerstin Leicht Fotografie + Film

Bike Fitting ist für alle Radfahrerinnen und Radfahrer sinnvoll!

Für jedes Bike und für jeden Körper gibt es zu jedem Ziel unterschiedliche Anpassungsmöglichkeiten. Fitting Experten können mittels Laser-Vermessung und Video-Analyse die richtigen Einstellungen für jedes Rad finden. Dabei sind die jeweiligen Wünsche der Sportler unterschiedlich: während die einen Aerodynamik und Performance fokussieren, geht es den anderen hauptsächlich um Ergonomie und Beschwerdefreiheit. Eingeschlafene Hände und schmerzender Rücken gehören dann der Vergangenheit an.

Es gibt dabei zahlreiche Ansätze, wie ein Fitting von statten gehen kann. Zum Beispiel orientieren sich einige nur an durchschnittlichen Maßen, andere wiederum tasten sich Millimeter um Millimeter an die optimale Position heran. Grundsätzlich gilt: Je exakter die Messung, desto zielgerichteter das Resultat.  

Im Radlabor wird zunächst die Beinlänge, die Unterschenkel- / Oberschenkellänge gemessen, anschließend das Außenbein, Hüftkamm, Armlänge, Unterarm- / Oberarmlänge, Brustbeinhöhe, Schulterbreite und Sitzbeinhöckerbreite. Danach wird die Wirbelsäule und das Becken betrachtet und nach Beschwerden und Verletzungen gefragt. In einem zweiten Schritt wird das Rad vermessen. Anschließend spannen wir das Rad der Kunden in die Rolle und machen ein Video während des Fahrens. Wir schauen uns das Bewegungsmuster an und fangen an, das Rad nach ergonomischen, leistungsoptimierten Gesichtspunkten einzustellen.

©Kerstin Leicht Fotografie + Film

Es geht um Winkel, Körpersegmentlängen, Pedalkräfte und vor allem geht es um eins – Millimeter!

Dabei wird zunächst der Antrieb eingestellt, also die Position des Sattels und die Sitzhöhe. Es geht dabei um die Winkel, die Körpersegmentlängen, bestimmte Pedalkräfte, um Belastungen im Gelenk. Erst danach werde die Oberkörperposition verändert. Dabei geht es um das proportionale Verhältnis zwischen der Sitzlänge und der Lenkerhöhe, also kurz, möchte man sehr sportlich, gestreckte und tiefe Oberkörperposition oder in einer komfortableren, kürzeren und höheren Position auf dem Rad sitzen.  

Der Unterschied dabei ist vor allem die Stabilität der Rumpfmuskulatur und die Aerodynamik. Man kann sich das vorstellen wie einen Profi-Rennradfahrer mit tiefer, sportlicher Position, und dagegen ein Mountainbiker mit aufrechterer, komfortablerer Position. Wichtig ist also die Klärung der persönlichen Ziele und körperlichen Konstitution. Mit Rückfragen, einer biomechanischen Analyse und Tests findet ein erfahrener Bike Fitter im Radlabor die individuell beste Einstellung der Kontaktpunkte zwischen Rad und Fahrer.  

 

Hier noch einmal die wichtigsten Vorteile eines Bike Fittings im Überblick:

  • Verbesserte Performance und Leistungsfähigkeit
  • geringeres Verletzungsrisiko und Verletzungsprävention
  • Beschwerdefreiheit bzw. weniger Schmerzen
  • Verbesserte Druckverteilung auf den Kontaktpunkten zwischen Rad und Fahrer
  • Ergonomie auf dem Rad

Du wolltest schon immer mal ein Bike Fitting machen oder findest es spannend? Dann melde dich gerne bei uns unter www.radlabor.de oder direkt an mich up@radlabor.de!

 

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